Seelenhunger
Planen, machen und tun,
vergessen dabei oft, auszuruhen.
Mühevoll strampeln im Hamsterrad,
den Blick stets auf’s Andere gerichtet,
fühlen der inneren Leere nur,
in verhaltenem Augenblick.
Getrieben von schneller, höher, weiter,
weitab von allem Sein,
entfliehen dem Selbst,
um stets das Andere zu sein.
Seelenrufe, Körperschreie, Psychodruck,
ungehört vom multiplen Ego,
weggedrückt,
eilt der Verstand weiter,
getrieben von Gedanken,
höher, schneller, weiter.
So rast das Leben mit ungelebten
Augenblicken vorbei,
im Widerstand zu Körper, Geist und Seele.
Verbrannt vom vielen Anders-Sein,
kehrt das Ego, schwer beladen, heim.
Leben zu leben,
im Einklang mit Herz und Verstand,
gefüllt mit Freude und Leichtigkeit,
hinterlässt lächelnde Spuren im Sand.
Kerstin Ahrens